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Das „Küchenmonument“
in Duisburg/ „Ballsaal Ruhrperle“ in Mülheim
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vom
29.4. - 15.5. an verschiedenen Orten in Duisburg
Programm unter: www.duisburger-akzente.de
im Rahmen der Duisburger Akzente 2006/ Publicity |
und
vom 15.5. - 21.5. am Ruhrufer in Mülheim
im Rahmen von Neue Ufer in Zusammenarbeit mit dem Ringlokschuppen
Programm unter: www.ringlokschuppen.de |
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Im
Rahmen von „PubliCity“, einem Projekt des renomierten
29. Kulturfestivals „Akzente“, welches vom 28. April
bis 21. Mai 2006 in Duisburg und Mülheim stattfindet und sich
mit dem Thema Privatheit und Öffentlichkeit sowie der Veränderung,
Umnutzung und Umfunktionierung von städtischem Raum beschäftigt,
realisiert raumlaborberlin das Küchenmonument.
Das Küchenmonument ist eine mobile Skulptur, die in zwei Zuständen
existiert:
1. als Monument mit Zinkblech verkleidet, mit einer Dimension von
3m x 2m x 2,5m, und 2. aufgeblasen, als pneumatische Raumhülle,
die sich in Form einer Blase aus der Skulptur heraus entfaltet.
Die Blase besteht aus einer transluzenten Folie und hat eine Größe
von ca. 20m x 10m x 6,5m.
Vom 26.4. – 14.5.06 wird sich das Küchenmonument durch
Duisburg bewegen bevor es vom 15.5. – 21.5. nach Mülheim(Ruhr)
reisen wird.
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Duisburg
In Dusiburg reist das Küchenmonument an ausgewählte Orte
in der Innenstadt, wo es für jeweils fünf Tage in geschlossenem
Zustand Blicke auf sich ziehen wird und neugierig macht. Mit der
Aufstellung der Skulptur werden Wege, Orte und Bezüge neu definiert.
Die Skulptur dekonstruiert das Gewohnte und macht eine Neuorientierung
notwendig. Unterstrichen wird das Gefühl von Irritation durch
gedämpfte Küchengeräusche, die aus dem Inneren des
Monuments nach außen dringen und auch bei einem Blick durch
ein Guckloch bleibt alles fragwürdig und geheimnisvoll.
Am sechsten Tag dann öffnet sich das Monument, eine riesige
Folie rollt auf den
Bürgersteig und unter einem deutlichen Rauschen füllt
sich die Blase langsam mit Luft. Das Objekt passt sich seiner Umgebung
an, füllt leere Räume und schmiegt sich an die Fassaden
anliegender Gebäude, an Laternen und Bäume. Das Küchenmonument
verschmilzt mit seiner Umgebung.
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In der Blase findet ein Festessen statt. Der Postbote, der Kioskbesitzer
und Familie Gürel aus dem 3. Stock des benachbarten Hauses
werden zu Köchen und Gastgebern, treten heraus aus ihrer Privatheit
in den öffentlichen Raum. Die Kochstelle sowie Tische und Stühle
werden aufgebaut.
In der Blase finden zwischen 40 und 80 Gäste Platz. Eingeladen
werden Familien, Nachbarn und Bekannte der Köche sowie das
(kunst)interessierte Publikum, um in den nächsten vier Stunden
zu speisen, sich zu unterhalten und neue Rezepte zu diskutieren.
Nach dem Essen verschwindet die Blase wieder im Monument, welches
an den nächsten Ort reist um dort zunächst wieder als
geschlossene Skulptur in Erscheinung zu treten.
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Mülheim/
Ruhr
Im Rahmen des Festivals „Neue Ufer“, ein Projekt
des Kulturfestivals Akzente, das vom 19. bis 21. April in
Mülheim an der Ruhr stattfindet, reist das Küchenmonument
am 15. Mai nach Mülheim.
Es wird seinen Platz auf dem schmalen Grünstreifen zwischen
Ruhr und Innenstadt finden, Wieder harrt es für einige Tage
in geschlossenem Zustand, erzeugt Irritationen. Im Vorbeigehen hört
man diesmal Tanzmusik aus dem Inneren des Objekts nach außen
dringen.
Und am 19. Mai öffnet sich das Monument erneut: die riesige
Folie rollt auf den Uferweg, die Blase füllt sich langsam mit
Luft. Eine Blaskapelle begleitet das Spektakel.
Das Küchenmonument verwandelt sich in den Ballsaal Ruhrperle.
Eine Bar und Tische werden seitlich der Tanzfläche aufgestellt.
Eine Tanzkapelle richtet sich auf einem kleinen Podest ein und die
ersten Gläser Bowle werden gereicht. Jung und Alt strömen
zum Tanztee ins Zelt. Gestartet wird mit einem Tango. Die ersten
Paare betreten die Tanzfläche, während es draußen
zu dämmern beginnt.
Drei Tage hat der Ballsaal Ruhrperle seine Türen geöffnet.
Verschiedene Tanzveranstaltungen, vom Tangoabend bis zum sonntäglichen
Tanztee laden Mülheimer aller Alterstufen ein, diesen Ort am
Ruhrufer neu zu entdecken.
Am 21.5. schließlich findet das Kulturfestival „Akzente“
im Ballsaal Ruhrperle sein festliches Ende.
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Konzept
Das Kochen, das anschließende Festessen sowie der Tanz sind
wesentliche Aspekte des Projektes. Sie beinhalten eine soziale wie
kulturelle Komponente. Sie bieten Raum für individuelle Vorstellungen
zum öffentlichen und privaten Raum, auf denen eine Stadt gegründet
ist.
In
der Duisburger Innenstadt steht der Aspekt des Sinn stiftenden,
der Verortung des Privaten im öffentlichen Raum im Vordergrund.
In jeder Kultur bildet die Küche den
Lebensmittelpunkt. Sie spiegelt die kulturellen Eigenheiten und
Traditionen. Die Küche ist vertrauter Kommunikationsraum. Eine
Einladung zum Essen zeugt von Gastlichkeit und Offenheit im Bereich
des Privaten. Die Grenzen zwischen Öffentlichkeit und privater
Intimität werden permeabel. Die Küche ist ein idealer
Ort für eine Auseinandersetzung mit dem Privaten im Öffentlichen.
Die Küche als Werkzeug, unterschiedlichste Interessen und Kulturen
miteinander zu verbinden.
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Mülheim
dagegen sucht nach einer urbanen Verbindung mit dem Ruhrufer und dessen
Rolle für die städtische Identität. Tanz ist ein
kollektives, Generationen und Kulturen übergreifendes Erlebnis.
Der Ballsaal Ruhrperle bietet den Menschen die Möglichkeit
das Ruhrufer als kollektiven, urbanen Ort zu erleben.
Das Küchenmonument und der Ballsaal Ruhrperle definieren den
Raum und das Leben dort, wo sie auftauchen. Sie dienen der Neuentdeckung
der Stadt. Bereits im geschlossenen Zustand stellen sie neue Sinnzusammenhänge
und Bezüge her. Küchenmonument und Ballsaal Ruhrperle
verweisen auf die Qualität von Stadtraum und das Potential
zur Aneignung des Raumes durch die städtische Bevölkerung.
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Durch
seine geheimnisvolle Präsenz versucht das „Küchenmonument“
Grenzen des Öffentlichen aufzuspüren. Die Küche und
der Tanz als Spiegel individueller und sozio-kultureller Identitäten,
als Zentren des privaten Raumes wie auch der Öffnung nach außen
zum Gast, zur Öffentlichkeit hin, werden in den öffentlichen
Raum transportiert.
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Team
Küchenmonument: Jan Liesegang, Matthias Rick,
Projektassistenz: Katja Szymczak und Anne-Claire Deville, Frederik
Kunkel
in Zusammenarbeit mit Plastique
Fantastique, sichtschicht
und GogoFood. Fotos: Rainer Schlautmann; eine Co-Produktiuon mit
„PubliCity“ im Rahmen der 29. Duisburger Akzente und
dem Ringlokschuppen, Mülheim/Ruhr |
 
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