off-battle /// darmstadt /// initialvortrag raumlabor /// 23.06.04

 

der architekt ist ein raumprogrammierer. er versteht die vorhandene neu-stadt als hardware. ihre ursprüngliches betriebssystem 'sozialistische stadt' wurde 1990 heruntergefahren. die alte firmware, die organisation in wohnkomplexe die neue firmware 'koloradoplan' gibt städtern und planern neue handlungsmöglichkeiten. die einteilung der stadt in kleine, miteinander kommunizierende aber sich selbstständig entwickelnde stadtfelder ermöglicht eine neudefinition der lokalen identität aus der re-definition des verhältnisses von individuum zur gemeinschaft und gemeinschaftlichem raum. die re-programmierung der felder nach dem toolkonzept führt die vielzahl von interessen innerhalb eines feldes unter einer gemeinsamen vision zusammen. einige beispiele für thematische entwicklungen sind: sportification, hypermodernisierung, sun-city, öko-ase und baumschule.

ein kleinmaßstäblicheres rebooting hat das raumlabor mit der espressobar im hotel neustadt vorgeführt. das temporäre umprogrammieren des öffentlichen raums gelang mit dem fahrradparcours auf dem neustädter platz. empirische hardwareanalyse führte zur experimentellen neuprogrammierung der baustruktur des hochhauses mit dem BTU projekt gocji. eine de-bugging phase verlegten wir in die labor situation berlin, der 'livestadtumbau' während des UIA congess.

 

 
 
 

für das raumlabor sprachen markus bader & jan liesegang