|
brachenpioniere
wien
|
intervention
auf dem platz an der oper
|

| Wir
erzeugen eine neue Brache, die fehlende Brache in Wien. Wir tun
das an einen vermeintlich voll besetzten und intensiv genutzten
Ort im Zentrum der Stadt: der Karajanplatz, am Rand des ersten Bezirks,
im Herzen von Wien.
Die Brache ist eine wichtige Qualität von Stadt. Sie ist nicht
notwendigerweise ein leer liegendes Grundstück - die Qualität
Brache kann überall gefunden werden: man muß sie nur
herauspräparieren.
Die Qualität Brache bedeutet Raum, der offen
für Aneigungen ist, offen für neue Les- und Spielarten
von Stadt und Interaktion. Freiraum für alternative gesellschaftliche
Entwicklungen.
|
Das
raumlabor-berlin kommt zu Besuch nach Wien. Die raumlabors bringen
etwas mit aus Berlin - die Idee der Brache. In Berlin wurde intesiv
an der Idee der Brache geforscht. Bauaustellungen haben sie zu füllen
versucht. mit unterschiedlichen Geistern; Nutzer haben sich zusammengetan,
Brachen besetzt und re-aktiviert; zuletzt ist auf der Brache die
Kommunikationsstruktur und Raumpraxis einer ganzen Generation entwickelt
worden. Aus Kultur der Brache ist die Dynamik informeller Entwicklungen
hervorgegangen.
Die permanente Neuerfindung Berlins geschieht im überschüßigen
Raum, in den Bereichen von Stadt, die brach liegen, untergenutzt,
nicht verwertbar sind.
Hier wird die urbane Frage neu diskutiert:
Wie wollen wir in unseren Städten leben? Was fehlt? Welche
Formen von Gemeinschaft sind uns wichtig? Wie funktioniert Stadtentwicklung
mit geringen Mitteln?
|
| Die
Kulturaktivisten verbindet diese gemeinsame Praxis wie ein Kit.
Die raumlabors machen diesen Kit sichtbar: sie nutzen dafür
Verpackungsfolie von der Rolle. Die Folie ist weiß.
Die Intervention im Testfeld der Kuben beginnt. Die Kuben werden
neu arrangiert. Mitarbeiter werden eingeladen, eine Diskussion entsteht.
Der abgesperrte Bereich füllt sich, Gruppen bilden sich, sozialer
Raum entsteht.
Der soziale Raum drückt sich ab im Arrangement der Kuben. Jetzt
beginnt die Folie zu wirken. Konstellationen werden umwickelt und
fixiert. Neue Figuren entstehen, Das Kubenfeld beginnt sich räumlich
auszudehnen. Die neuen Figuren werden dann wieder zum Ausgangspunkt
der nächsten Gäste. Sie rekonfigurieren, addieren, besetzen.
Die Raumkonstruktion wächst.
|
Nach
einiger Zeit verselbstständigt sich das Experiment. Die Grenzen
des Testfelds werden gesprengt, der Kit als Folie wird in der ganzen
Stadt angewendet. Schrittweise und schneller als erwartet transformiert
sich das Bekannte zum Neuen.
markus
bader
raumlaborberlin
mit
david moritz
in
kooperation mit heri
und salli

|
eine
Aktion im Rahmen von "Die
Deutschen kommen! Ein Blick über die Grenzen von Architektur";
Aktionen, Installationen, Symposion
Do 10.05.2007
- Sa 12.05.2007, Nestroyhof, 1020 Wien
mit
D
Office for subversive
Architecture
AS-IF
complizen
raumlabor-berlin
A
eisvogel
heri & salli
feld72
rataplan
Idee und
Organisation: Markus Zilker, Bernhard Steger
Veranstalter:
Architektur
in Progress
Kooperationspartner:
IG-Architektur
|